Frohe Weihnachten!!

Bromskirchen, 24.12.2017

 Liebe Mitglieder,

gerne möchten wir Sie auch in diesem Jahr schon auf einige Veranstaltungen im Jahr 2018 hinweisen und Sie bitten, diese Termine vorzumerken:

·    Mitgliederversammlung, Samstag, 10. März 2018 um 15:00 Uhr im Kump in Hallenberg

·    Sommerfest, Samstag, 09. Juni 2018 um 15:00 Uhr auf der Oberlinspher Mühle in Bromskirchen

·    Nikolausfeier/Adventkaffee, Sonntag, 02.12.2018 um 15 Uhr in Korns Kurparkstuben in Winterberg

 

Frohe Weihnachten!!

Liebe Mitglieder, es ist wieder so weit: Heilig Abend! Eines der emotional am stärksten besetzten Feste, das uns irgendwie dünnhäutiger macht und diffuse Sehnsüchte nach Zuhause, Geborgenheit und Liebe in uns weckt , aber auch zugleich verletzbarer und auch bei Enttäuschungen reizbar macht.

Zutiefst wünscht sich jeder Mensch Liebe, Frieden und Zugehörigkeit, Harmonie und Glück.

Nach all den äußerlichen, aufwendigen Vorbereitungen, die meist stressen und das Erwünschte doch nicht bringen, öffnen wir uns für ein paar Augenblicke der Verheißung von Weihnachten. Wenn die Anspannung abfällt, weil wir das uns Mögliche getan haben, werden wir vielleicht diesmal für die immer gleich lautende Botschaft Gottes empfangsbereit:

Fürchtet euch nicht, denn siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist heute der Heiland geboren…“

Wie damals will Gottes Liebe immer wieder neu in unserem Alltag Gestalt annehmen, wenn wir sie in unserem Herzen aufnehmen und uns auf sie einlassen, sie mit anderen angstfrei teilen und so ihrer gewiss werden.

Weihnachten ist eine gute Möglichkeit, für diese außergewöhnliche Botschaft endlich empfangsbereit zu werden, sie in uns aufzunehmen und wie ein Kind in uns wachsen zu lassen.

Gott liefert sich mit seiner Liebe immer wieder neu allen Lebewesen bedingungslos aus. Er sagt uns mit jedem Atemzug seine Gegenwart als neue Lebensmöglichkeit zu.

Wir brauchen dafür nichts zu leisten. Wir müssen dafür nur die alte, verbrauchte Luft samt unserer Vorstellungen und Enttäuschungen ausatmen. Gott schenkt uns augenblicklich neu erfrischend, belebenden Atem und seinen Geist der Liebe. Wir müssen uns dessen nur zutiefst in unserem Herzen bewusst werden und es dankbar als Geschenk annehmen. Dann wird es fortwährend neu „Weihnachten“. Liebe und Frieden auf Erden können in unserem alltäglichen Leben Gestalt annehmen und wachsen, sie müssen nicht nur Erinnerung an damals in Bethlehem bleiben.

„Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Auf diese Weise ist Gottes Liebe weiterhin unterwegs. In all unseren Begegnungen schaut Gott uns mit fragenden Augen an, ob wir empfangsbereit sind und ihn im Nächsten erkennen, ob wir bereit werden, sein Geschenk der Liebe untereinander zu teilen. Dann ereignet sich Weihnachten, dann ist Liebe nicht nur ein Wort, sondern Worte und Taten.

Ob unsere Sehnsucht nach Glück erfüllt wird, entscheidet sich also einzig und alleine an unserer inneren Bereitschaft, uns im Alltag Gottes bedingungsloser Liebe anzuvertrauen.

Burkhard Zeunert

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen im Namen des Vorstandes der Bürgerhilfe e.V. Wir für uns Bromskirchen – Hallenberg – Winterberg ein gesegnetes Weihnachtsfest, zum Jahreswechsel frohe Gedanken sowie Gesundheit und Zuversicht für ein zufriedenes und friedliches neues Jahr.

Mit herzlichen Grüßen

Melanie Kroh und Burkhard Zeunert

Gedanken zum Weihnachtsfest …

Manchmal kommt es einem so vor, als hätte Weihnachten seinen eigentlichen Sinn verloren. Weihnachten erscheint uns vielleicht an manchen Tagen als purer Stress, reiner Kommerz und Konsum, als schmerzvolle Erinnerung an vergangene, nicht wiederkehrende Zeiten oder als ein Tag wie jeder andere … Wir verlieren völlig aus den Augen, worum es dabei eigentlich geht. Auf der Suche nach dem tieferen Sinn von Weihnachten oder einer Botschaft sind wir auf die folgende Geschichte gestoßen …

 

Mein Weihnachtsgefühl

von Barbara Pronnet

Jeder der ein christliches Weihnachtsfest feiert, kennt dieses Gefühl. Aufregung, Vorfreude, der Blick für alles Schöne und Gute. Mitgefühl, Nachsicht und die Unschuld eines Kindes erfasst das Gemüt. Das alles weht einem ins Herz und lässt uns hoffen auf ewigen Frieden und Glück. Meistens ist am ersten Weihnachtsfeiertag wieder Schluss damit. Wir denken an Sylvester und wo man es hinter sich bringen wird und spätestens nach Heilig Dreikönig gehen wir wieder unserem nüchternen Alltag nach.

Ich war eine Frau in den besten Jahren. Ich sehe durchschnittlich aus, ich verdiene durchschnittlich in einem kleinen Handwerksbetrieb als Buch-halterin. Ich bin alleinstehend, aber nicht unglücklich damit. Ich habe Bekannte und Nachbarn. Ich bin nicht unfreundlich, aber auch nicht auf-dringlich und am liebsten verbringe ich meine Freizeit alleine in der Natur. Überschwängliche Emotionen sind mir genauso fremd wie ständiges Geschnatter um unnützes Zeug. Esoterik und aller Art von Religionen lehne ich ab. Soviel dazu.

Meine Geschichte begann vor einem Jahr kurz vor Weihnachten. Überall drängte sich wieder der schillernde Konsum unnützen Kitsches auf. Ich mied den Weihnachtsterror wo es nur ging. Im Betrieb herrschte eine ausgelassene Stimmung. Wir tranken Glühwein und aßen Plätzchen und ich machte mich frühzeitig davon, um noch etwas spazieren zu gehen. Ich packte mich warm ein und lief zu unserem Stadtfriedhof. Der richtige Platz um seine Ruhe zu haben. Ich ging an eingeschneiten alten Gräbern mit unbekannten Inschrif-ten vorbei. Es war totenstill. Plötzlich verharrte ich an einem Grab, dessen Stein die Form eines Herzens hatte. Es war ein neueres Grab. Ein Kind lag dort begraben. Es wurde nur sechs Jahre alt. Es wurde am Heiligen Abend geboren und war auch letztes Jahr am Heiligen Abend verstorben. Ein kleines Bild zeigte ein Mädchen mit fröhlichem Lachen und braunen Zöpfen.

Ich starrte auf das Bild und mir zog plötzlich etwas durch Herz, Mark und Bein. Ich griff mir an die Brust und dachte ein Herzinfarkt überfiel mich, aber es war etwas anderes. Ein warmes, leichtes und unglaublich intensives Gefühl strömte plötzlich durch meine Adern. Ich spürte eine mir völlig unbekannte Leichtigkeit und Freude. Erschrocken blickte ich mich um. Ich fühlte mich an diesem Ort meiner Gefühle ertappt. Schnell verließ ich das Grab und den Friedhof. Zu Hause verkroch ich mich gleich ins Bett und fiel in einen traumlosen Schlaf. Am nächsten Morgen erwachte ich wieder mit diesem seltsamen Gefühl der Freude und Zuversicht.

Es fühlte sich an, wie wenn ich jemanden mit tiefster Liebe erwarten würde. Ich duschte kalt und verließ unruhig das Haus. An der Arbeit fragten mich die Kollegen, ob ich guter Dinge wäre, ich hätte ein Strahlen in den Augen. Beim Bäcker, die Nachbarn, Kollegen, alle Menschen in meiner Umgebung, sie lächelten mich an und wünschten mir fröhliche Weihnachten. Ich lief anscheinend den ganzen Tag mit einem Grinsen im Gesicht herum.

Etwas war mit mir geschehen. Ich wollte plötzlich die ganze Welt umarmen. Ich freute mich über das Morgengrauen und empfand den Tag als mein persönliches Geschenk. Weihnachten ging ich in die Kirche und nahm die Einladungen verschiedener Bekannten gerne an. Ich führte lang vorhergeschobene Gespräche mit entfernten Verwandten und erlebte meinen ersten Weihnachtszauber. Alles fühlte sich gut und richtig an.

Am Anfang versuchte ich es noch zu ignorieren, stieß es immer wieder von mir. Aber es ließ mich nicht mehr los, dieses Gefühl. Ärzte, Psychologen, Geistliche, jeder wusste etwa dazu zu sagen. Aber keiner konnte mir erklären, was mit mir los war. Ich nannte es bald mein Weihnachtsgefühl, denn auch lange nach den Feiertagen blieb es in meinem Herzen. Ich gab mich ihm hin und durchlebte ein Jahr voller Zufriedenheit und Glück.

Vieles hatte sich dadurch verändert. Ich nahm meine Umwelt mehr wahr und hatte das Bedürfnis, anderen mehr zuzuhören und zu helfen. Ich wurde gesellschaftsfähig.

Es forderte mich auch, dieses unbekannte Gefühl. Es verlangte etwas von mir. Als ob ich eine Aufgabe zu erfüllen hätte. Ich nahm eine ehrenamtliche Tätigkeit in einem Kindergarten wahr. Kinder verstanden mich am besten. Sie erfreuten sich am einfachsten im Hier und Jetzt und sahen dem Leben ohne Argwohn entgegen.

Ein wenig war ich wie sie geworden. Oft musste ich mich bremsen, um nicht andere mit meinem Frohsinn zu erschrecken. Eine Blumenwiese, Schmetterlinge oder einfach ein Butterbrot versüßten mir den ganzen Tag.

Es war wieder Adventszeit geworden und wir bastelten im Kindergarten eine Krippe. Ich lauschte zufrieden dem Geplapper der aufgeregten Kinder und freute mich auf Weihnachten. Obwohl ich das ganze Jahr Glückseligkeit verspürte, war mein Gefühl zu dieser Zeit noch stärker geworden.

Eine Erzieherin erzählte eine Weihnachtsgeschichte. Die Kinder hörten mit großen Augen zu und es war herrlich ihnen zuzusehen. Als die Geschichte zu Ende war, erzählte die Frau den Kindern, dass ein kleines Mädchen diese Geschichte besonders mochte. Das Kind liebte Weihnachten über alles und es war am Heiligen Abend geboren und leider auch verstorben. Sie vermisst es sehr, denn das Mädchen war ein ganz besonderes Kind, so wie alle Kinder etwas Besonderes sind. Die Frau hatte Tränen in den Augen.

Mich überfiel ein Schaudern. Mein Weihnachtsgefühl zeigte sich das erste Mal an dem Grabstein, der wie ein Herz aussah und ich erinnerte mich noch gut an das Bild von dem kleinen Mädchen mit den Zöpfen.

In der Mittagspause nahm ich die Frau zur Seite und erzählte ihr meine Geschichte. Sie sagte mir, sie sei die Mutter des Mädchens. Ihre Tochter war ein glückliches Kind, das nur Freude verbreitete. Weihnachten war ihre liebste Zeit und sie feierten ihren Geburtstag und das Kommen des Christkinds immer besonders innig und schön. Sie starb an einem plötzlichen Herztod.

Ich umarmte die Frau und sie ließ sich von mir trösten. Sie meinte, sie spürte eine wunderbare Wärme und Zufriedenheit, so als ob sie ihr Kind wieder in den Armen hält.

Wir wurden Freundinnen und, wenn wir gemeinsam zu dem Grab ihrer kleinen Tochter gehen, strahlt das glückliche Lächeln des Kindes direkt in unsere Herzen.

Ich verstehe mich als Botschafterin dieses Mädchens. Mein Gefühl will, dass wir alle ein wenig mit Kinderaugen durchs Leben gehen und uns das ganze Jahr an den kleinen Dingen erfreuen. Für mich ist es das schönste Geschenk, was ich je bekommen habe. Woher immer es auch kam, es gehört nur mir.

 

… Versuchen Sie es doch auch! Irgendwo ist ein Gefühl, das nur auf Sie wartet! Lassen Sie es in Ihrem Herzen wohnen. Trauen Sie sich ruhig. Warum sollte dann nicht jeder Tag ein bisschen wie Weihnachten für uns alle sein?

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen des Vorstandes der Bürgerhilfe e.V. Wir für uns Bromskirchen – Hallenberg – Winterberg ein gesegnetes Weihnachtsfest, zum Jahreswechsel frohe Gedanken sowie Gesundheit und Zuversicht für ein zufriedenes und friedliches neues Jahr.

Mit herzlichen Grüßen im Namen des Vorstandes

Melanie Kroh, 1. Vorsitzende

Nikolausfeier 2017 „Bürgerhilfe e.V. – Wir für uns“ Bromskirchen – Hallenberg – Winterberg

Circa 20 Mitglieder und Freunde der „Bürgerhilfe“ aus Bromskirchen, Hallenberg und Winterberg trafen sich am Sonntag, 03. Dezember 2017, bereits zum zehnten Mal in Korns Kurparkstuben zur traditionellen Nikolausfeier.

Um 15 Uhr eröffnete die zweite Vorsitzende des Vereins, Frau Anne Metzmacher, die Feier am ersten Adventsonntag. Wie in den vergangenen Jahren verbrachten die anwesenden Mitglieder und Freunde einen geselligen und unterhaltsamen Nachmittag bei leckeren Kuchenspenden, Kaffeespezialitäten der Kurparkstuben, kleinen Vorträgen und Gesangseinlagen. Dazu gehörten weihnachtliche Geschichten, Gedichte und das gemeinsame Singen von bekannten Weihnachtsliedern. Zudem erhielten alle Anwesenden ein kleines Nikolausgeschenk – ein von zwei Mitgliedern selbstgebasteltes Püppchen, das den Nachmittag in guter Erinnerung nachklingen lässt.

Im Namen des Vorstandes der Bürgerhilfe bedankt sich Frau Anne Metzmacher bei allen Mitgliedern, Besuchern und Helfern, die zum Gelingen des Nachmittages beigetragen haben.

 

 

Advent 2017   Weihnachtsabend

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,

der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.

Weihnachten war’s; durch alle Gassen scholl

der Kinderjubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,

drang mir ein leises Stimmchen in das Ohr:

„Kauft, lieber Herr!“ Ein magres Händchen hielt

feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.

Ich schrak empor, und beim Laternenschein

sah ich ein bleiches Kinderangesicht;

Welch Alters und Geschlechts es mochte sein,

erkannt ich im Vorübertreiben nicht.

Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,

noch immer hörte ich, mühsam wie es schien:

„Kauft, lieber Herr!“ den Ruf ohn’ Unterlass,

doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? – War’s Ungeschick, war es die Scham,

am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?

Eh meine Hand zu meiner Börse kam,

verscholl das Stimmchen hinter mir im Wind.

Doch, als ich endlich war mit mir allein,

erfasste mich die Angst im Herzen so,

als säss mein eigen Kind auf jenem Stein

und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

Theodor Storm

 

 

Was man (noch) schenken kann …

Dem Feind: Vergebung

einem Freund: Gehör

dem Kind: ein gutes Beispiel

dem Vater: Ehrfurcht

der Mutter, als Kind: ein Betragen,

auf das sie stolz sein kann.

sich selbst: Achtung

allen Menschen: Liebe

Benjamin Franklin, er lebte von 1706 – 1790

Eine besinnliche Adventszeit, eine gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute zum Jahreswechsel und für das kommende Jahr!

Ihre Anne Metzmacher